Zum antiqueeren Flugblatt der Neocommunistinnen

Liebe Neocommunistinnen, lasst doch bitte ehrlicherweise das „innen“ in eurem Namen weg. Zu offensichtlich trieft aus diversen Passagen eures Flugblattes subtile Verachtung gegenüber Homosexualität, insbesondere gegenüber der männlichen. Gehandelt wird von „akademischen Männern, die sich in unbequeme Stöckelschuhe zwängen und mit rosa Puscheln herumwedeln“, „Das hilflose Gefuchtel beim Anprobieren der neuen Netzstrumpfhose“, „unter dem rosa Röckchen“, „dieses rührige Spektakel“, „barbiehafte Assecoires bei Männern“ usw. Offenbar seht Ihr darin die eigene Hetenidentität gefährlich in Frage gestellt, für euch „verwandelt sich der Aufenthalt im Szenetreff zur Tortur.“ (Geiler „Szenetreff“! Wo habt Ihr Euch denn da hin verirrt… Lack und Leder?) Dazu passt der abgeschmackteste Antifeminismus, emanzipierte Frauen seien ja alle nur sexuell frustriert: „Hinter der queeren Fassade verbirgt sich allzu oft der übliche bildungsbürgerlich/elitär/lustfeindliche Lebensekel des ‚gehüteten Töchterchens‘.“

Ausserdem, liebe Neocommunisten: Niemand hat je behauptet, dass crossdressing o.ä. revolutionär sei. Ebensowenig wird das „öffentliche Bild der gängigen Geschlechter als repressiv begriffen“. Im Gegenteil ist gerade in den von Euch rundumschlägig platt gemachten, nach allzu leichtfertig angewandtem Denken in Kollektiven ausgemachten „Kreisen“, gerade Foucaults Kritik an der Repressionshypothese etwa, kaltester Kaffee. Niemand steht auf crossdressing, weil es „revolutionär“, sondern weil es geil ist – oder noch banaler: weil man eben gerne Kleidung trägt, in der man sich wohl fühlt. Euer Lustfeindlichkeitsvorwurf geht damit wohl nach hinten (no homo!) los. Wenn „der Mainstream der ‚gender troubled people’“ die „Auflösung der Geschlechtergrenze“ fordert dann deswegen, weil man nun mal crossdressed Angst haben muß, vor die U-Bahn gestossen zu werden.

Ihr bemerkt: „[…Es] müsste ein Negativ geschaffen werden, um überhaupt erstmal einen theoretischen Ausblick auf bessere, freiere Verhältnisse gewährleisten zu können.“ Statt allerdings Perversion wesentlich als negativen Ausdruck von Wünschen, die positiv nicht beredt werden können zu begreifen, zieht Ihr (Du?) aus Deinem Normalo-Heten-Elend reflexhaft ’sekundären Krankheitsgewinn‘. „Dieses Ziel“ kann nämlich Deines Erachtens „nur im Communismus wirkungsvoll angegangen werden“, was sehr bequem ist, musst Du dadurch doch im hier und jetzt nichts an Dir selbst kritisch hinterfragen, kannst weiterhin Deine sich durch „fortschrittliche Elemente aus der Unterschicht“ auszeichnende Sexualität öffentlich ausleben, angereichert mit „klasseneigener Unbekümmertheit“. Was soll das eigentlich sein, diese „klasseneigene Unbekümmertheit“? Potentielle Vergewaltigung, oder was? Nein, nein, alles falsch verstanden, es ist bloß schlechter Sex und Schuld ist die verklemmte, doppelmoralische Szene. „So kann es einem sozialen Selbstmord gleichkommen, sich auch nur in den zaghaftesten Regungen, nach Beischlaf bei einem Menschen aus genannten Kreisen zu bemühen.“ WAS SOLL DIE SCHEISSE??


75 Antworten auf “Zum antiqueeren Flugblatt der Neocommunistinnen”


  1. 1 tp 25. Oktober 2008 um 13:11 Uhr

    Der Text richtet sich gegen die Idee sich als Linke begreifender Menschen, eine Art revolutionären Akt daraus zu machen, in Netzstrumpfhose ins AZ zu gehen. Das ist es nämlich nicht, sondern es ist eine linke Variante von Karneval, die vor allem der Selbstdarstellung dient. Da ist ja auch überhaupt nichts gegen einzuwenden, solange gleichzeitig mitgedacht wird, dass Crossdressing halt einfach eine Umkehrung und Parodie der bürgerlichen Geschlechterordnung darstellt und ohne die richtige Kritik an den Verhältnissen, die diese Ordnung hervorbringen, im Grunde überhaupt keinen Effekt hat. Man irritiert (vielleicht) Spießer und kommt sich cool vor – wichtig wäre aber dafür zu sorgen, „dass die Menschen je nach ihren Bedürfnissen die biologischen Grenzen für die freie persönliche Entwicklung jedes einzelnen Gesellschaftsindividuums aufheben, um selbstbestimmt unterschiedlich sein zu können“, wie es völlig richtig in dem Text heißt. Und das geht im Kapitalismus nicht, weil Menschen darin immer als verwertbares Material vorkommen, das bestimmte Eigenschaften aufzuweisen hat, z.B. eben die einer Reproduktion auf der Basis zweier Geschlechterpole. Menschen können in dieser Gesellschaft gar nicht frei vereinbaren, wie sie miteinander leben wollen; sie sind immer dem Sortierungsinteresse der Herrschaft unterworfen, müssen immer eine geschlechtliche und/oder sexuelle Position einnehmen, die gesellschaftlichen Wert hat (bzw. halt die Abweichung davon erleiden). Dagegen ist nicht eine „queere“ Identitätsbildung geboten, an deren Ende man sich stolz als Unterdrückter inszenieren und für „Freiräume“ kämpfen kann, sondern die Abschaffung jeder Form von Herrschaft. Sonst bleibt es halt beim kleinen „Freiraum“, und an den Verhältnissen, die einen solchen überhaupt erst nötig machen, ändert sich nichts.

    Die Gleichsetzung von Crossdressing und Homosexualität kommt dann übrigens von dir und ist offensichtlich ziemlicher Blödsinn. Es geht in dem Text gar nicht um die Homo-, sondern um die linksradikale Szene.

  2. 2 neocommunistinnen 25. Oktober 2008 um 14:58 Uhr

    Nun denn…

    Zuvorderst wäre zu erwähnen das es nicht funktioniert hat, deinen kritischen Kommentar auf der neocommunistinnen-Site freizuschalten. Die Technik zeigt sich störrisch, das Nichterscheinen beruht keistenfalls auf eventueller Zensur. Immerhin ist nach wie vor dein Blog verlinkt. Also bitte keine „Mundtotmacherei“ oder Bösartigkeit unterstellen.
    Zu deinen, äusserst harschen Worten:
    Es scheint als hättest du den Text willentlich fehlinterpretiert. Du beziehst dich vorrallem auf die ersten 2 Seiten und gehst in keinem Satz auf die theoretischen Argumente im letzten Teil ein. Mit deinem Vorwurf es würde in Kollektiven gedacht, negierst du alle Formulierungen die dem wiedersprechen (ua. Doch leider argumentiert der Mainstream der „gender troubled people“…als das Gros der studentisch geprägten linken Szene…Hinter der queeren Fassade verbirgt sich allzu oft der übliche bildungsbürgerlich/elitär/lustfeindliche Lebensekel…etc.).
    Das du aus polemischen Spitzen einen Homophobie-Vorwurf strickst, ist besonders perfide. Der Text kritisiert vorallem die queere Praxis, die oft vorgaukelt an den falschen Verhältnissen etwas mittels Performance (der Begriff besagt schon das es sich um ein Schauspiel handelt)etwas ändern zu können, das durch blos

  3. 3 neocommunistinnen 25. Oktober 2008 um 15:19 Uhr

    (scheiss Laptop, auf den falschen Knopf gekommen)…
    … das durch blose unmittelbaristische „Praxisfuchtelei“ nicht zu ändern ist. Eben dies wurde versucht in der Passage mit den „proletarischen Elementen“ zu belegen. Die RZB wird in diesen Kreisen so gut wie nie angetastet, so wie der freizügige Umgang mit Sexualität (und die herrschende Beschränkung selbiger) äusserst schwer fällt, wenn die zum Sprachkodex verkommene, Reflektion der Altvorderen, dermaßen repressiv durchgesetzt wird, wie es öfters der Fall ist (Tribunal, soziale Ächtung, „Sexisten“ zusammenschlagen). Da unterscheiden sich die queeren AktivistInnen in garnichts von ihren KlassengenossInnen aus dem Uniseminar. Dieser „Spießerkrampf“ wurde angesprochen und nicht das eigene Vorurteil gegen „Homosexuelle“ ausgebreitet.

    Soviel erstmal dazu, später sicherlich mehr, da diese, deine Kritik, sicherlich nicht die letzte war. Schließlich wurden in dem Text von neocommunistinnen heilige Kühe (die geliebte Praxis) attakiert. Die Linke ist nun mal dergemäß verfasst das sie in einem solchen Fall nur reflexartig reagieren kann und eventuellen Inhalt der geäusserten Kritik gerne überliest.

    Cheers

  4. 4 Administrator 25. Oktober 2008 um 17:09 Uhr

    1. Ich habe keinen comment bei neocommunistinnen gesetzt, weil es da keine Kommentarfunktion gibt (bzw. gab).

    2. Die Gleichsetzung von Crossdressing und Homosexualität hast sehr wohl Du selbst vorgenommen, und zwar implizit in dem in allen rumhate-Passagen gegen crossdressing nahezu ausschließlich männliche Beispiele gewählt und diese in übelst pejorativer und klischeehafter Weise beschrieben wurden. Du fühlst Dich von den behaupteten „Queerness SzeneverwalterInnen“ offenbar regelrecht verfolgt: „Sie lenken mit einer warenförmigen Pseudopraxis von den gesellschaftlichen Verhältnissen auf das einzelne überforderte Subjekt ab und fordern, in pfäffischer Manier und einer teilweise repressiven Zuspitzung, die ‚Umkehr’ eines jeden Einzelnen.“ Klingt für mich nach paranoide Ausmaße annehmender Angst vor dem eigenen homosexuellen Begehren, bzw. der Angst vor dem Verlust männlicher Identität. Entsprechend wird in dem Text undifferenziert ein riesen Kollektiv („das Gros der studentisch geprägten linken Szene“) aufgemacht, dem dann als Feindbild Queer über 20000 Zeichen und in „äußerst harschen Worten“ offene Verachtung entgegengekotzt wird.

    Inhaltlich erscheint Sexualität als Nebenwiderspruch, Deine eigene begründet sich quasi naturrechtlich als „klasseneigene Unbekümmertheit“. Sexuelles Klassenbewusstsein in etwa, das geht dann so: „Da mag mensch sich nur einmal in eine Filiale der gängigen Diskoketten begeben um zu erfahren, wie praktikable Schritte in Richtung sexuelle Freizügigkeit, innerhalb der Verhältnisse aussehen können.“ Wessen Geschmack das gerade mal nicht trifft, der ist dann eben nicht „avanciert“ genug um zu begreifen, dass wir nur Anhängsel der Maschinen sind. „Den eigenen Körper als ein Werkzeug, zu betrachten um Lust zu verspüren, das haben die avancierteren unter den ‚Normalos‘ längst besser realisiert (selbstverständlich ohne die Verhältnisse zu reflektieren) als das Gros der studentisch geprägten linken Szene.“

    Klingt ganz schön nach sozialer Kälte, Deine „sexuelle Progressität“. Und wenn deswegen niemand Bock darauf hat, sind eben alle lustfeindlich. Weil nämlich: Das Proletariat sei nun mal nicht empathiefähig, das liesse sich nur ändern wenn man den Klassengegensatz aufhebe. Du leidest deswegen unter dem Kapitalismus weil Du leider leider nur Bock hast auf Sex wie im Standardporno, im Communismus könnte man dann endlich kuscheln, das wäre schön. Nur dass wohl niemand mit Dir den Communismus erkämpfen wird (sondern wenn dann irgendetwas anderes), weil Du in dem Flugblatt vorsichtig ausgedrückt verdammt Intolerant rüber kommst.

  5. 5 neocommunistinnen 25. Oktober 2008 um 18:04 Uhr

    1. Die Technikverwirrung lässt sich jetzt nicht auflösen und ist auch nebensächlich (im Zweifelsfall kapier ich die Funktionen des Bloggenerators nicht).
    2. Die Fixierung auf das männliche Beispiel beim Crossdressing ergiebt sich aus den Verhältnissen selbst, die habe nicht ich geschaffen. Crossdressing funktioniert deswegen nur bei Männern, weil genau genommen (zumindest bei urbanen Leuten, nicht bei allen Teilen der total verblödeten Unterschicht/der Landbevölkerung) die Kleidergrenzen für „Frauen“ längst aufgehoben sind. „Frauen“ können Hosen tragen (das geht bei „Männern“ im umgekehrten Sinne, bei Röcken eben nicht so leicht und funktioniert dewegen eben als Crossdressing), Hosenanzüge, alle Sorten von Hüten etc. und sogar die Krawatte als ursprüngliches Phallussymbol ist nicht unmöglich (Punks, Emos etc. aber eben auch in der Geschäftswelt, Cindy Lauper als Stilikone der 80er). Das die im Flublatt genannten Beispiele des Crossdressings eben fast nur männlich sind, ergibt sich aus diesem einfachen Umstand.
    Ich glaube ich habe dies auch im Text ausreichend betont.

    Das genannte kritisierte, teilweise repressive, Einfordern des „Umkehrens“ bezieht sich keinstenfalls auf Homosexualität und das „Umkehren“ zu selbiger, sondern auf den pfäffischen Stil in dem die Agitation zum Crossdressing oft stattfindet. Die Kirchen haben immer zur Umkehr von diesem oder jenem aufgerufen und aus diesem Kontext heraus wurde dieser Begriff benutzt.
    Aus diesem Zusammenhang geht auch die einzige (bis jetzt) akzeptable Kritik hervor, das sich nämlich in genanntem Flugblatt zu missverständlich ausgedrückt wurde.

    Mutmaßungen zu eventuellen sexuellen Vorlieben finde ich (der Schreiberling) unzulässig. Ich kann dir nur soviel sagen das ich persönlich mit der Hetero-RZB nicht viel zu tun habe (zumindest geistig und in meinen praktischen Bemühungen, das diese allerdings immer an die Grenzen der Verhältnisse stossen sollte klar sein. Versuch mal jemanden zu finden der mit einer polygamen Beziehung klar kommt und sei es nur in der linken Szene) und mich diese Veranstaltung selbiger mehr als unzufrieden bin.

    Die Mässigung im Tonfall die du anmahnst (gehate) ist solange unangebracht, solange verschiedene Leute dermassen dogmatisch/überhöht mit der Thematik Queer und queere Praxis und deren Möglichkeiten umgehen. Es gestaltet sich als eine reine Mode, die alle Paar Jahre abgefeiert wird und ohne die in der linken Szene nichts mehr geht. Mensch wird gerade deswegen zum großen Wortgeber weil er besonders Queer ist. Leute werden ständig darrauf hingewiesen das sie nicht „on the Top“ sind weil sie dem gewünschten Bild nicht entsprechen. Nicht nur in diesem Zusammenhang werden Leute als Sexisten bezeichnet weil sie breitbeing sitzen. Als ob das Beine-übereinanderschlagen bei Männern etwas über deren Emanzipations und Reflektionsgrad im Kopf aussagen würde (ich sitze selbst meist mit übereinandegeschlagenen Beinen weil ich da bequemer finde). Leute die selbst total „Heteronormal“ in einer herrkömlichen RZB leben gelten als große Queer-Szene-Königinnen, weil sie ständig an der eigenen Performance basteln. Das dies (Aufgrund der Verhältnisse auf denen das Ganze stattfindet) einen total fetischhaften Charakter innehat, sollte im von dir kritisierten Text, dargelegt werden. Diese Verhältnisse sind gemeint wenn im Flugblatt von „pfäffisch und teilweise repressiv“ die Rede ist!

  6. 6 Administrator 25. Oktober 2008 um 18:35 Uhr

    Du hast keinen sachlichen Beitrag zur logischen Begrenztheit der Queertheorie verfasst oder ähnliches, sondern einen undifferenzierten Szenediss rausgehauen. Quintessenz dessen ist die Unterstellung, crossdressing würde praktiziert weil es als revolutionär begriffen wird. Wer also einfach mal Lust hat was anderes anzuziehen und sich damit gar in ein AZ traut, wird von Dir qua Flugblatt verhöhnt, beleidigt und in arroganter Weise belehrt. Da die bisher einzige für Dich „akzeptable Kritik“ darin besteht, „dass sich nämlich in genanntem Flugblatt zu missverständlich ausgedrückt wurde“ kann ich nur dazu raten, diesbezüglich vielleicht mal Dein Schreibverhalten zu checken. Ausserdem würde ich, um Mißverständnissen vorzubeugen, den Text sicherheitshalber aus dem Verkehr ziehen.

  7. 7 GWdK 25. Oktober 2008 um 23:29 Uhr

    In dem Gender-Killer-Flugblatt heißt es: »Inhaltlich zeichnen sich solche Beiträge meist dadurch aus, dass in ihnen immer wieder Sätze auftauchen, die die eigene Kompetenz demonstrieren sollen („Wie in aktuellen Debatten ja betont wird…“, Wie es bei Marx ja schon heißt…“ etc.).«

    Und wieder sind es Pomos, die nichts als doch sehr deutlich durchtriefendes Ressentiment gegen Marx absondern können.
    http://op-for.com/simpsons_nelson_haha2.jpg

  8. 8 Jakob 29. Oktober 2008 um 17:01 Uhr

    Ach je, liebe neocommunistinnen, der Text sieht aber leider wirklich nach pseudotheoretisch verbrämter Missgunst für die Lust der Anderen aus. Und dann kommt hier im Kommentar auch noch dieser Vorwurf von euch:

    Ist das jetzt also der Vorwurf, dass diese Leute zu Unrecht „Ruhm“ für ihre Queerness einheimsen, obwohl sie doch in Bett und Beziehung „ganz normal“ sind? Wenn da keine implizite Überhöhung „queeren“ Sexualverhaltens zum politischen Akt dahintersteckt, dann weiß ich auch nicht …

    Warum das Verfolgungsgefühl? Ich lebe mein Leben in unmittelbarer „Szenenähe“, und habe mich dort – obwohl ich mich nicht in „unbequeme Stöckelschuhe zwänge“ – noch nie mit mangelndem Respekt für meine Person herumschlagen müssen. Was mache ich falsch, bzwe. richtig? Dass einen die Selbstinszenierung mancher Leute zuweilen nervt, versteht sich von selbst, und zwar in jeder Szene. Es versteht sich auch, dass einen besonders die erfolgreiche Selbstinszenierung solcher Leute nervt, denen man ihren Erfolg neidet – also ist auch und vor allem Selbstüberürpfung angesagt. Dass das auf allen Seiten etwas mit Fetischisierung zu tun hat und dass man selbiger in allen Lebensbereichen nur schwer entkommen kann, dürfte treffsicheren Marx-Zitatoren wie euch schließlich auch nicht entgangen sein. Der Skandal ist also nicht die queere Szene, durch die ihr euch offenbar irgendwie genervt fühlt, sondern – da habt ihr schon ganz Recht – die Verhältnisse, die es uns unmöglich machen, Wünsche und Begehrlichkeiten anders als in fetischisierter Form zum Ausdruck zu bringen.

    Eine letzte Spitzfindigkeit möchte ich mir gestatten: Eure Kommasetzung, liebe neocommunistinnen, ist schmerzhaft. Wer die eigenen Sätze derart sinnentstellend zerhackstückelt, dem traue ich ehrlich gesagt nur schwerlich zu, auch nur einen einzigen Satz aus der Feder Adornos korrekt zu verstehen. Und dabei geht es mir nicht um das, was im Duden steht, sondern um die Frage, ob jemand dazu in der Lage ist, Sinnzusammenhänge nachvollziehbar zu strukturieren.

  9. 9 Jakob 29. Oktober 2008 um 17:04 Uhr

    Toll, jetzt fehlt das Zitat und dafür ist der ganze Rest zum quote geworden. Also hier das, was ich ganz am Anfang zitieren wollte:

    „Leute die selbst total “Heteronormal” in einer herrkömlichen RZB leben gelten als große Queer-Szene-Königinnen, weil sie ständig an der eigenen Performance basteln.“

  10. 10 GWdK 29. Oktober 2008 um 18:25 Uhr

    „Eine letzte Spitzfindigkeit möchte ich mir gestatten: Eure Kommasetzung, liebe neocommunistinnen, ist schmerzhaft. Wer die eigenen Sätze derart sinnentstellend zerhackstückelt, dem traue ich ehrlich gesagt nur schwerlich zu, auch nur einen einzigen Satz aus der Feder Adornos korrekt zu verstehen.“

    Nach GenderKiller-Kriterien wärste mit diesem abistreber- wie mackerhaften Autoritätsverweis wohl ein zum szeneinternen Tothacken freigegebener „Sexist“.

  11. 11 lahmacun aka Laura 29. Oktober 2008 um 20:39 Uhr

    GWdK tothacken! Jetzt sofort!

  12. 12 miss taken identity 29. Oktober 2008 um 21:00 Uhr

    @lahmacun:
    „zerschlagen“ hört sich cooler an, m.E.. old school bleiben.

  13. 13 lahmacun aka Laura 29. Oktober 2008 um 21:11 Uhr

    old school:

  14. 14 lahmacun aka Laura 29. Oktober 2008 um 21:13 Uhr
  15. 15 GWdK 30. Oktober 2008 um 11:01 Uhr

    @lahmacun aka Laura: wir wollen mal die dönerbude im dorf lassen…. ansonsten zeigt sich hier, daß pomo-genderist_INNEN der lebende beweis für die wahrheit der freudschen triebtheorie im allgemeinen und des kastrationskomplexes im besonderen sind.

  16. 16 GWdK 30. Oktober 2008 um 11:12 Uhr

    ps: viel erfolg mit deiner gruppe für die friedfertige doitsche mutter.

  17. 17 Jakob 30. Oktober 2008 um 11:53 Uhr

    Liebe GWdK, tatsächlich verorte ich den autoritären Stil eher auf Seiten der neocommunistinnen, die es sich nicht verkneifen können, solch ehrwürdige alte Herren zu zitieren, die sie – nach Form und Inhalt ihres Textes zu urteilen – wohl nicht verstanden haben dürften. Da handelt es sich offenbar um Zitieren um des Zitieren willens.

    Und hättest du mich vollständig zitiert, wäre dir auch nicht entgangen, dass es mir nicht um korrekte Schulgrammatik geht oder gar um die Rettung der deutschen Sprache, sondern einzig und allein um ein Minimum an Sprachbeherrschung, das Voraussetzung für die Formulierung klarer Gedankengänge ist. Das muss nicht in korrektem Schuldeutsch vonstatten gehen. Es darf auch gern im „Ischwör“-Idiom geschrieben werden. Auch dann erwarte ich allerdings einen Satzbau, der zumindest vermuten lässt, dass die UrheberInnen ihr eigenes Geschreibsel durchschauen. Die hier vorliegende Kombination aus hochgestochener (vermeintlicher) Marx-Adorno-Exegese und offensichtlich grundlegenden Mängeln in Sachen Sprachbeherrschung ist wahrhaft peinlich.

    Was ich mit diesem Einwand nach GenderKiller-Kriterien wäre, ist mir übrigens herzlich egal. Die inhaltliche Diskussion über die Sinnfälligkeit antisexistischer Verhaltensmaßregeln ist sicher durchaus interessant – zu der gibt der Text der neocommunistinnen allerdings keinen Anlass, handelt es sich doch um eine reine Artikulation des eigenen (ja durchaus legitimen) Unbehagens in der Geschlechterordnung, die sich durch Projektion auf (relativ beliebig gewählte) Andere Bahn bricht. Und hinten drangehängt ist dann noch ein bisschen elitär-identitäres „Wir dagegen haben ganz schlau Marx und Adorno gelesen“, mit dem das eigene Ressentiment gerechtfertigt wird.

    Offenbar ist der Verfall der inhaltlichen Diskussionsfähigkeit in der Linken derzeit wirklich am Tiefpunkt angelangt. Ganz ehrlich, lässt sich aus dem Text der neocommunistas denn irgendeine Aussage herausdestillieren, die über „dieser Queer-Style nervt mich irgendwie, darüber sind wir in der aktuellen bürgerlichen Gesellschaft doch längst weg“ hinausgeht? Und selbst wenn das wahr ist, warum dann die Hasstirade auf die – ja, durchaus nicht revolutionäre – queere Performation bürgerlicher Freiheiten? Sollte die nicht begrüßt werden, insofern sie immerhin die egalitären Potentiale der bürgerlichen Gesellschaft am Leben erhält? Ja, liebe neocommunistas, natürlich gibt es in der queeren Szene Verklemmung, Fetischisierung, Moralismus. Wie übrigens auch im Rest der schönen alten Heterowelt. In der „Szene“ sind diese Probleme immerhin diskutierbar, während das kollektive Elend der Geschlechterordnung ja ansonsten meistens völlig dem Individuum aufgebürdet wird.

  18. 18 MPunkt 30. Oktober 2008 um 12:53 Uhr

    Tsss, Lahmacun macht Dir Opfer Kastrationsangst und deshalb will sie ne Gruppe für die friedfertige(!) deutsche(!) Mutter(!) gründen? Willst Du gleich noch die Projektionstheorie „beweisen“, oder was?

  19. 19 bigmouth 30. Oktober 2008 um 13:35 Uhr

    jemandem mit kastration drohen belegt die freud’sche triebtheorie? warum?

  20. 20 lahmacun aka Laura 30. Oktober 2008 um 14:06 Uhr

    pomo? doitsche mutter?

    tipp: geh DU mal zum therapeuten deiner wahl, mein lieber, und berichte ihm von deinem verfolgungswahn! nach 10 jahren haste dann vllt auch humor.

  21. 21 lahmacun 30. Oktober 2008 um 14:16 Uhr

    solche typen wie dich, „kritik“, gibt es, seit sich die ersten frauen emanzipierten. seit dem 19. jh kreischen sie rum und fühlen sich bedroht von ihren eigenen halluzinationen.

  22. 22 lahmacun 30. Oktober 2008 um 14:18 Uhr

    das mit dem kastrationskomplex irritiert mich allerdings: du steckst noch in der ödipalen phase? komplex?

  23. 23 lahmacun 30. Oktober 2008 um 14:40 Uhr

    es steckt noch was im spam. bitte befreien. ich hacke auch niemanden tot, nicht mal den männerhelden, ehrlich!

  24. 24 Administrator 30. Oktober 2008 um 15:35 Uhr

    dieses SK2-spamprogramm produziert gerade nur mist. erst werden comments durchgelassen, dann nachträglich wieder rausgeschmissen… ich hoffe ich hab jetzt alle freigegeben, werd das später nochmal überprüfen. hat jemand einen tip wie man solcherart unfug vorbeugen kann, ohne gleichzeitig in spam ertrinken zu müssen?

  25. 25 neocommunistinnen 30. Oktober 2008 um 15:51 Uhr

    Um in diesem Threat einmal zustimmen zu können, gibt es nur eines einzugestehen: Ja meine Punkt und Interpunktion ist eine Kathastrophe! Ich habe in den entsprechenden Schuleinheiten einfach gefehlt (irgendeine Kinderkrankheit, völlig unironisch).,,. Komma, Punkt.
    Desweiteren fehlt mir auch jegliche akademische Ausbildung, ich bin Proletarier und Autodidakt (und jetzt bitte keine Arbeitertümler-Vorwürfe).

    Ansonsten tut es mir leid das wir euch aus eurer Mädchenblog Klatschspalte herausgelockt haben. Vielleicht solltest ihr dorthin zurückkehren, um weiterhin über zb. das Missy-Magazin und verschiedene sexistische Werbeplakate (zb. grosse Brüste)zu diskutieren.

    Zu Jakob kann ich nur sagen: offensichtlich stimmt er mit der angedeuteten Fetischkritik im Flugblatt über ein, er ist auch der einzige Kritiker der es bis jetzt geschafft hat, über geschätzte 30 Kommentare (neocomm. und vorstellungs. blog)etwas zur inhaltliches zu schreiben. Soweit so schön. Ferndiagnosen zur mangelnden Reflektion und Verstänsniss der Schreiberlinge, lasse ich, nur zu gerne, rechts liegen.

    Mag ihm der polemische Ton nicht passen, ich finde ihn gut. Es fehlt vielleicht noch ein Quantum Häme. Wie ich schon auf neocomm. geschrieben habe, dieses Manko gilt es in einer 2.0 Version des gedruckten Flugblattes auszuräumen.
    Danke für euren konstruktiven Beitrag.

    Es empfiehlt sich, fern jeder korrekten Rechtschreibe:
    M. für die neocommunistinnen

  26. 26 neocommunistinnen 30. Oktober 2008 um 16:06 Uhr

    Ich weiß noch nicht einmal was ein „SK2-spamprogramm“ ist…haha.

  27. 27 lahmacun 30. Oktober 2008 um 16:20 Uhr

    Ansonsten tut es mir leid das wir euch aus eurer Mädchenblog Klatschspalte herausgelockt haben. Vielleicht solltest ihr dorthin zurückkehren, um weiterhin über zb. das Missy-Magazin und verschiedene sexistische Werbeplakate (zb. grosse Brüste)zu diskutieren.

    fresse halten, du depp!

    wenn du auch nur ein bisschen ahnung hättest, wüsstest du, dass dieser „vorwurf“ nicht im geringsten greift.

  28. 28 lahmacun 30. Oktober 2008 um 16:25 Uhr

    bei so reaktionäre wie euch hilft wirklich nur eines – das maul stopfen! ein dialog macht nicht den geringsten sinn, denn ihr führt eh nur wahnhafte selbstgespräche. – ihr werdet immer und überll ne „bestätigung“ „finden“, nen „beweis“.

    penisneidende grüße, lahmacun

  29. 29 bigmouth 30. Oktober 2008 um 17:21 Uhr

    leider gibt es kein schönes adornozitat über leute, die „wir“ schreiben, wenn sie „ich“ meinen…

    geh‘ doch lieber wieder frauen angraben und dich ablehnen lassen, weil das frigide biedermeier-töchter sind. vielleicht wäre ja ein flirtschule gut – auch in dem bereich ist autodidakt sein vielleicht nicht immer das beste.

  30. 30 neocommunistinnen 30. Oktober 2008 um 17:43 Uhr

    Naja, mmmhh… ich lass es lieber über freudsche Triebtheorie oder Penisneid zu referieren, ich habe nicht mehr als ein paar Aufsätze gelesen, da ist die Genossin von GWdK kompetenter.

    Die Diskussionspalte und die Themen im Mädchenchenblog und „freie Zeiten.net“, kenne ich wiederrum ganz gut. Das Niveau der dort geführten „Diskussionen“, koresponideren mit deinem letzten Kommentar „Lamacun“. Tut mir leid, kann ich nicht anders sagen.
    Im übrigen finde ich Feminismus nicht nur „sexy“, sondern auch dringend notwendig. Vielleicht tue ich vielen Autorinnen dieser Sites unrecht, doch nach circa 1 stündigem durchlesen eurer Threats drängt sich mir der Gedanke auf, das ich eben den (radikalen bzw. revolutionären) Feminismus, nicht so gerne euch überlassen sehen möchte. Auf der ersten Seite erblicke ich einen Beschwerdetext über Werbung, die mittels großer Brüste und einem retouschiert hübschen Gesichtes, versucht Shampoo an die Frau zu bringen, zusammen mit der Ankündigung „Hurra das neue Missy ist da“. Das Cover dieser Zeitschrift wiederrum, ziert ein Frauengesicht, das nicht minder hübsch, aber dafür nicht geschminkt ist (Haare noch eun bisschen verwuschelt). Hmmm… zusammen mit den geführten Diskus a la: „ich fände es gut wenn der Mann sich auch um das Kind kümmert“ etc., ergiebt das ein nicht so schickes Gesamtbild. „Revolutionär“ (was der exakte Wiederpart zu „Reaktionär“ ist, du nanntest mich so) sieht das für mich nicht aus!, sondern eher nach einer Kritik der Verhältnisse, die sich auf dem selben Niveau der „antikapitalistischen Kritik“ von wegen: „das kostet zu viel“, bewegt.
    revolutionär bzw nicht reaktionär, sieht für mich anders aus. Ich will über Staat, Kapital, Fetisch und Geschlecht hinaus und nicht selbiges affimieren oder abgewandelt und kunterbunt perpetuiren und reproduzieren. Das nenne ich revolutionär. Ich will nicht weniger Zwangsnormierung sondern garkeine. Womit ich Abwehrkämpfe nicht diskrditieren will, sie aber gerne (im Sinne einer revolutionären Zeitökonomie) der Emma und den Kids von „kein Bock auf Nazis“ überlasse. Was auch meine Haltung zu Queer und anderen Emanzipationsgeschichten begründet. Wenn ich Lust hab nen Rock zu tragen, dann mache ich das und wenn ich Bock drauf hab mich an Männerkörpern zu erfreuen, dann gehe ich dahin wo Leute rumhängen, die diese Lust teilen. Thats fun and not more! Mit der Auflösung der Verhältnisse hat dies nichts zu tun, sondern lediglich mit purer Lustbefriedigung. Und da die Bedürfnisse immer aus den falschen Verhältnissen stammen… naja, hatten wir schon.

    Nun denn. Ich weiss ja das auf den, von mir genannten, Sites mehrere Autorinnen schreiben, ich werde mir mal die Mühe machen und nach der Butler, Adorno, Marx, Truman oder sonstwie fundierten Kritik suchen, vielleicht werde ich fündig und muss meinen Ad-hoc-Gesamteindruck revidieren.
    Du allerdings, „Laura Lamacun“, hast dich aufgrund deiner dümmlichen und theorielosen Pauschalagression, gründlichst zum Kasper gemacht. Da hilft auch kein Link zu dem Super-Flugblatt vom Frankfurter Weiberrat. Die haben nämlich die Verhältnisse ernsthaft attakiert und sind offensichtlich vor dem Mißbrauch durch Leute wie dich, zu schützen.
    (Wäre nämlich mal wieder angebracht so ein Flugblatt)

  31. 31 neocommunistinnen 30. Oktober 2008 um 17:52 Uhr

    @bigmouth 30. Oktober 2008 um 17:21 Uhr

    …ohne Worte…

  32. 32 bigmouth 30. Oktober 2008 um 18:00 Uhr

    „euerer“ ist übrigens schon verkehrt. niemand hier hat bisher auf dem mädchenblog selbst was veröffentlicht, nur kommentiert

  33. 33 Administrator 30. Oktober 2008 um 19:34 Uhr

    Jetzt bin ich doch glatt drauf reingefallen! Was die Neocommies und GWdK hier ohne mit der Wimper zu zucken durchziehen ist nichts geringeres als die Konstruierung einer Situation, in der sich die „Szene“ an dem konstruierten Idealtypus „Szenemacker“ lernend abarbeiten kann. Ein Lehrstück in Sachen revolutionäre Kunst, vorgeführt mit proletarischer Disziplin und in einer altruistischen Anmut, die hierzulande wohl vergebens ihres gleichen sucht. Gleichzeitig ist es damit aber Ausdruck dessen, dass offenbar immer noch nicht mit der kuscheligen Szene-Ersatzfamilie gebrochen wurde – und das ist jawohl mindestens anachronistisch.

  34. 34 neocommunistinnen 30. Oktober 2008 um 20:03 Uhr

    Langsam wirds abstrus!

    Ich saug mir hier massig die Argumente aus den Fingern und schaffe es bei pauschalen Sexismus, Homophobie und sonstwas für Vorwürfen, halbwegs sachlich zu bleiben, während meine Disku-Gegenüber ausser „Maul stopfen“ und „Fresse halten du Depp“ nichts zustande bringen. Ich habe hier schon an mehreren Punkten betont, das ich nicht derjenige bin der über alle Theorien bescheid zu wissen meint, sondern lediglich die Hinterschreitung gewisser Erkenntnislinien anmahnt (durchaus polemisch und das völlig zurecht, wie ihr mit eurer agressiven Schreibe belegt. und du wirfst mir trotzdem pauschal Szenemackerei vor!
    Echt lächerlich…
    Stelle ich mir vor, ich wäre mit Laura Lamacun, bigmouth und dir in einem AZ organisiert, da wird die „repressive Zuspitzung“ aus „unserem“ Text (ja ich habe das Flugblatt nicht völlig alleine geschrieben wobei der ständige Verweis zu eventeuller Einzeltäterei, sowieso nur der Diskreditierung von Minderheitenmeinungen wie meiner dient. remember the Meaning of „Racket“)erst richtig plausibel.

    Ich kenne die Situation aus der Zeit meines „Outings“ als „Antideutscher“, keine Überaschung eure Reaktion also.

    Von dir „V“ hätte ich allerdings mehr als die üblichen langweiligen Manöver erwartet.
    Gut das ich in meinen Sozialkontakten nicht auf die linke Szene angewiesen bin.

  35. 35 neocommunistinnen 30. Oktober 2008 um 20:05 Uhr

    sondern lediglich die Hinterschreitung gewisser Erkenntnislinien anmahnt…

    dummer Fehler, ihr wisst wie es gemeint ist, also bitte nicht schon wieder Grammatik-Aufklärung.

  36. 36 MPunkt 30. Oktober 2008 um 21:46 Uhr

    Um mal wieder ein wenig mehr auf’s Thema zurückzukommen:

    Niemand steht auf crossdressing, weil es “revolutionär”, sondern weil es geil ist – oder noch banaler: weil man eben gerne Kleidung trägt, in der man sich wohl fühlt.

    Das geht doch völlig am Text vorbei. Der behandelt halt nicht Crossdresser, sondern Linke, welche Crossdressing als Teil ihrer „queeren“ Praxis betreiben. Und das stimmt doch schlicht, dass das gar keinen anderen Inhalt hat, als zu beweisen, wie „queer“, auf den neuesten linksakademischen Stand, progressiv, antisexistisch man doch ist. Als würde in dem Tragen eines Rocks, noch zudem, gerade weil der als weibliches Kleidungsstück gilt, irgendein Argument stecken.

    Und nun tu mal nicht so, als würde das nicht vorkommen. Ich kann mich z.B. noch an einem Workshop vom culdt-Camp in LE erinnern, bei dem man über queeren oder gleichstellerischen Feminismus debattierte und dann auf einmal jemand reinplatzte, dass man doch jetzt auch mal Praxis machen müsse, nach dem ganzen theoretischen Geschwafel. Also doch mal bitte rein in die Röcke und sonstigen Verkleidungen und damit durch die Straßen gezogen, um kreativ irgendwie darauf aufmerksam zu machen, dass Geschlecht konstruiert sei. Und ja, Verkleidungen, weil die extra zu dem Zweck angelegt wurden und eben nicht zum Alltagsoutfit dieser Leute gehörten, in dem sie sich wohlfühlten.

    (Etwas alberne Selbstdarstellerei meinerseits, extra für bigmouth: ich habe das selbstverständlich nicht mitgemacht, sondern mir neue Diskussionen gesucht. So viel an Kritik hatte ich auch da schon drauf.)

  37. 37 w 30. Oktober 2008 um 23:18 Uhr

    @ neocomms:
    es ist doch relativ offensichtlich, dass ihr euch da in etwas verrannt habt und eurer flugblatt eine fixierung bezeugt, die wenig objektiven gehalt aufweist. die m.e. radikale queere kritik mag in der praxis z.t. zum szeneinternen mode-gag herabgesunken sein, der über in und out entscheidet – das begründet aber längst nicht ihre verdammung in gänze, wie von euch performt. zumal von euch ein feindbild queer aufgemacht wird, das zum einen von ziemlicher unkenntnis zeugt – allein schon die totale negierung ‚weiblicher‘ queerer subjektpositionen – und zum anderen monströs überhöht wird. als ob in der frankfurter linken subkultur derzeit nicht ganz andere hegemonien herrschten (stichwort antifa-ultra-macker-rackets).

    also einfach nochmal einkehr halten, die papier-version des flugblatts ist sicher noch als klo-papier tauglich. und wer kackt, ist bekanntlich nicht wütend (und kann daher denken).

    @ mpunkt:
    fresse halten, du dummer antifeminist.

  38. 38 neocommunistinnen 30. Oktober 2008 um 23:54 Uhr

    liebe W, lieber W

    Danke das du mir in zustimmst. Ansonsten: Ich komme ursprünglich nicht aus Frankfurt, mit der Szene habe ich auch dementsprechend wenig Ehrfahrung. Das Flugblatt bezieht sich auch nicht auf Frankfurt. Meine Erlebnisse hatte ich in anderen Städten, unter anderem habe ich einen, wie oben beschriebenen Workshop mitgemacht.

  39. 39 neocommunistinnen 30. Oktober 2008 um 23:58 Uhr

    Achso ja die… Ultra-F-Rackets, haben in FFM bestimmt einige Hegemonie, das stimmt. Mit denen will ich mir aber noch weniger zu tun haben, als mit der Linkspartei. Wenn du mir jetzt Überschneidungen mit diesen Leuten vorwirfst, muss ich 3 Tage saufen um die Beleidigung zu verkraften. Da ist mir ja eine ordentlich studentische Queer-Party noch lieber!, ehrlich.

  40. 40 lahmacun 31. Oktober 2008 um 1:34 Uhr

    die neocommunist“in“ kann leider nicht mal sinnverstehend lesen. — blablablubb

  41. 41 lahmacun 31. Oktober 2008 um 1:43 Uhr

    ich habe das selbstverständlich nicht mitgemacht

    schade, mpunkt, weil sonst hättste, wenn du gut verkleidet gewesen wärst, den unterschied bemerkt, den jede studie bestätigt: weniger raum.

    hatten „wir“ auch schon mal. männer, die sich zur frau umoperieren lassen, wissen meist theoretisch bescheid, was es heißt, frau zu sein – die praxis ist dann aber doch immer noch ne watsche.

  42. 42 lahmacun 31. Oktober 2008 um 1:59 Uhr

    liebe W, lieber W

    Danke das du mir in zustimmst.

    HAHA.

    w, das wäre mir PEINLICH.

  43. 43 lahmacun 31. Oktober 2008 um 2:45 Uhr

    das ich in meinen Sozialkontakten nicht auf die linke Szene angewiesen bin.

    neo“communist“, dass du NICHT mit (mehr) linken unterwegs bist, ist kaum zu merken. *hust*
    grüße an die cdu und fdp!

  44. 44 lahmacun 31. Oktober 2008 um 2:48 Uhr

    Ich saug mir hier massig die Argumente aus den Fingern und schaffe es bei pauschalen Sexismus, Homophobie und sonstwas für Vorwürfen, halbwegs sachlich zu bleiben, während meine Disku-Gegenüber ausser “Maul stopfen” und “Fresse halten du Depp” nichts zustande bringen.

    ja, glaubst du denn, die menschen haben nichts besseres zu tun, als sich mit den „argumenten“ pseudolinker auseinanderzusetzen? – mit „argumenten“, die sich so auch in der jungen freiheit finden, formuliert von arne hoffmann und co?
    ja, herrgott, man muss doch wohl nicht mit jedem dahergelaufenen fascho debattieren! – verständnis.

  45. 45 lyzi 31. Oktober 2008 um 5:39 Uhr

    ein weiterer tiefpunkt auf blogsport.
    eine runde mitleid für alle.

  46. 46 MPunkt 31. Oktober 2008 um 9:22 Uhr

    Tzzz, waiting, geht da mal wieder Dein „autoritärer Charakter“, also das „Deutschtum in your bodymind“ mit Dir durch? Dann musst Du wohl noch ein wenig am „get rid of“ arbeiten, irgendwo in der Stille, ohne Internet und so.

  47. 47 MPunkt 31. Oktober 2008 um 9:31 Uhr

    @ Lahmacun: es geht da ja noch nicht mal ums gut verkleiden, sondern um das demonstrative Tragen von Kleidungsstücken und dergleichen, die mit dem je anderem Geschlecht assoziiert sind. Was als demonstrativer Akt überhaupt nur sinnvoll ist, wenn man dabei als dem eigenen Geschlecht zugehörig klar erkennbar bleibt. Aber voll die Geschlechtergrenzen sprengend und so. Müssen sich nur alle schlecht verkleiden und schon ist die Benutzung der Frau zur Produktion des nationalen Nachwuchses samt daraus resultierenden Nachteilen aus der Welt.

  48. 48 Administrator 31. Oktober 2008 um 15:21 Uhr

    @ mPunkt: Das Problem des Textes ist zuallererst, dass darin eben nicht ausschließlich „Linke, welche Crossdressing als Teil ihrer “queeren” Praxis betreiben“ verhandelt werden. Stattdessen wird undifferenziert alles in einen Topf geworfen, „das Gros der studentischen Szene“ drauf geschrieben und fertig ist der Abwasch. War es denn das „Gros der studentischen linken Szene“, die auf dem von Dir betriebenen workshop auf dem culdt-camp einen auf Aktionismus gemacht haben? Selbst wenn: Ist das dann wirklich repräsentativ? Kriegen nicht sonst eigentlich eher die Studierenden seitens der aktionistischen Traditionslinken vorgeworfen, sie würden bloß mit hängenden Backen im Studierstübchen sitzen und nicht mal vor die Tür gehen, wenn der Führer höchstselbst klingelte? Ich bewege mich auch in studentischen Kreisen und kenne niemanden, der crossdressing als revolutionären Aktionismus betreibt. Aber selbst wenn jemand das von sich behauptet: Wer sagt denn dass da nicht doch auch Lust dabei ist? Nur weil man sich gegenüber solchen Polemikschleudern wie den neocomms oder GWdK der Blöße das zuzugeben nicht aussetzen will? Vielleicht betreiben es einige auch explizit aus beiden Gründen. Wer weiß? Aber das wäre dann schon wieder zu schwierig auseinander zu nehmen. Einfacher ist die Weltsicht, die autonome antifa fröne ihrem Praxisfetisch mit Bullenaction, die Pomos eben mit crossdressing, so leicht wird es sich mit dem Flugblatt nämlich gemacht. Im Abseits stehen kritisch beobachtend die neocomms, die geradezu idealistisch behaupten, zunächst „müsste ein Negativ geschaffen werden, um überhaupt erstmal einen theoretischen Ausblick auf bessere, freiere Verhältnisse gewährleisten zu können.“ Dass sich solch ein Negativ aber z.B. gerade vor ihren Augen befindet, eben als Perversion, entgeht ihnen dabei, weil die Komponente der Lust konsequent negiert wird.

    Und so wie die Lust, wird ganz nebenbei auch das damit verbundene Leiden ausgeklammert. Das bedeutet dann gleichzeitig neben der Alltagsscheisse auch noch soziale Kämpfe mit den eigenen „Genossen“, um die eigentlich diesbezüglich eine Selbstverständlichkeit darstellende Solidarität. Es wird damit letztlich sogar zu einer existentiellen Frage, weil das Flugblatt in seiner Undifferenziertheit für queere Identitäten allgemein nur Verachtung übrig hat. In diesem elendigen Kontext bewegt sich die geführte Diskussion. Und dazu wird dann in einem Kommentar mal eben von den neocomms behauptet:

    „Crossdressing funktioniert deswegen nur bei Männern, weil genau genommen (zumindest bei urbanen Leuten, nicht bei allen Teilen der total verblödeten Unterschicht/der Landbevölkerung) die Kleidergrenzen für “Frauen” längst aufgehoben sind.“

    Komisch. Ich war vor einem Monat auf einer Party in einem AZ, da hat eine hinter der Biertheke arbeitende Frau ziemlich Stress mit einem Gast bekommen, bloß weil sie etwas androgyn gestylt war. Der Typ hat irgendwann bemerkt, dass er da ja mit einer Frau versucht rumzukumpeln, worauf er nicht klar gekommen ist und sie aufs übelste beschimpft hat. Überleg Dir doch mal was es vor diesem Hintergrund bedeutet Leuten pauschal vorzuwerfen, sie würden crossdressing ja eh nur aus identitären Gründen betreiben. Gibt es da nicht einfacher anzunehmende Identitäten, mit denen man in der „Szene“ vielleicht sogar leichter Anerkennung bekommt? Etwa die des notorischen Polemikers?

    Bei genauerer Betrachtung des Flugblattes stellt sich dann heraus, dass die geradezu groteske Undifferenziertheit, mit der an der Wirklichkeit systematisch vorbei geschrieben wird nur dadurch funktionieren kann, dass über diverse Projektionen die Widersprüche passend gemacht werden. Gegen diese Ressentiments richtet sich zuallerst meine Kritik. Wenn Du das Flugblatt trotzdem tatsächlich inhaltlich diskutieren willst, ist der threat auf dem neocommblog wohl die richtige Adresse.

  49. 49 neocommunistinnen 31. Oktober 2008 um 15:57 Uhr

    Den Vorwurf der Projektion, kann ich sauber zurückgeben! Du „V“ liest in das Flugblatt einfach hinein was du hineinlesen möchtest, um einen Sexisten mittels Polemik schlachten zu können. Du negierst alle Differenzierungen in dem Text und weigerst dich darauf einzugehen das auf 2 DinA4 Seiten, in Schriftgröße 8, eine Praxis und eine Theorie eingefordert wird die über „Queer“ hinausgeht. Einfach zehnmal behaupten das der Schreiberling ein homophober Sexist sei (irgendwas bleibt immer hängen, das Spiel kennt mensch aus der Politik) und schon ist der Mob konditioniert und ausgerichtet. Das hat bestens geklappt, (Applaus) siehe die unsäglich dummen Kommentare an. Billigste Racket-Manöver, derer die vom Fetisch nicht lassen können, kann ich dazu nur sagen.
    Wenn „bigmouth“ mir einen Flirtkurs empfiehlt und damit sexistische Rollenbilder affimiert und „Laura Lamacun“ mich einen raktionären antilinken Fascho-Macker-Hetero-FDP-CDU Typen nennt, dem mensch in die Fresse haun muß, während du dem ganzen geistigen Elend versuchst, einen minimalen intelektuellen Flankenschutz zu bieten, dann ist mir klar das das neocommie-Flugblatt genau ins Schwarze getroffen hat!
    Ihr habt hier wirklich ein Paradebeispiel an Racketscheisse geboten, das es nur zum an den Kopf greifen ist.
    Mit eurer „diskursiven“ (haha ich lach mich tot) Wortlosigkeit, habt ihr euch als bemitleidenswerte Szene-Abhängige, mit einer gehörigen Ich-Schwäche enttarnt! (soviel Freud kann ich auch noch).
    Ich sehe mich schon vor meinem geistigen Auge vor einem Tribunal, bei dem ich gestehen muß ein Sexist zu sein und danach 1 Jahr Hausverbot im örtlichen AZ bekomme.
    Wer das für „Verfolgungswahn“ hält, sollte sich nochmal die Kommentare durchlesen.

    „…in teilweise repressiver Zuspitzung…“, lest das Flugblatt und ein großes Danke für die Bestätigung.

  50. 50 neocommunistinnen 31. Oktober 2008 um 16:15 Uhr

    Ps: Wenn mensch jemanden leichtfertig als homophoben Sexisten bezeichnet, dann ist die latente Gewaltandrohung inklusive. Weil, was mensch mit Sexisten zu machen hat weiß jeder in der Szene. Da wird mensch ruckzuck mal an den Haaren über den Asphalt gezogen und ins Krankenhaus gekloppt, dafür ist das örtliche Antifa-Racket allemal gut genug.

    Checkt mal die Verhältnismäßigkeiten in eurem Kopf, wenn ihr mit den Sexismus, Homophobie und Fascho-Vorwürfen um euch schmeisst!

  51. 51 raclette 31. Oktober 2008 um 16:50 Uhr

    die sprache des rackets spricht übrigens hasserfüllt aus jeder zeile DEINES pamphletes, falls du das noch nicht gemerkt haben solltest.

    ansonsten ist es schon bezeichnend, wie du dich hier immer paranoider werdend in die rolle des vollkommen zu unrecht verfolgten opfers drängst. diese rolle des vermeintlich unbequeme wahrheiten aussprechenden mutigen tabubrechers und kämpfers gegen die zumutungen der von der linken meinungsdiktatur ersonnenen political correctness kennt man ja nun auch zur genüge aus anderen diskursen.

    und: wenn du sooft außerhalb der verhassten „szene“ verkehrst wie du schreibst, sollte dir vielleicht auch aufgefallen sein, dass die quintessenz deines elaborates so originell nicht ist und von jedem x-beliebigen spießermacker hundertprozentig geteilt wird.

  52. 52 Klaus die Maus 31. Oktober 2008 um 17:39 Uhr

    Das ist wie vor zwanzig Jahren

    Es entäuscht mich das ich hier im WWW die gleichen verkrampften Diskussionen lesen muss, wie ich sie schon viel zu oft live miterleben durfte. Es ist immer dasselbe, die Linksradikalen reagieren sauer, sobald es Kritik aus den eigenen Reihen gibt. Argumente bleibt da keine Zeit!!!
    Ich dachte die Zeiten wären vorbei, in denen jemand als Mackertyp diffarmiert wird, nur weil er breitbeing sitzt, sobald er Kritik an einem Szenetrend übt. Ich versteh mich zwar selbst als Anarchisten und habe von Marx nicht viel Ahnung, jedoch die im Flugblatt aufgeführten Argumente kann ich nachvollziehen. Es ist immer wieder so gewesen, das Äusserlichkeiten mehr gezählt haben als, das was dahinter steckt. Früher zb. lila Latzhose und Kurzhaarfrisur, heute eventuell Karhart Hose und queere Kleidung. Das die Leute die dahinter stecken, selber kreuzbürgerlich sind und diesen Umstand lediglich durch ihre Show zu verstecken versuchen, steht auf einem anderen Blatt.

    Ps: ich glaube auch das die meisten hier, das Flugblatt nicht richtig gelesen haben. So wird das mit der Revo nix.

  53. 53 neocommunistinnen 31. Oktober 2008 um 18:06 Uhr

    „…sollte dir vielleicht auch aufgefallen sein, dass die quintessenz deines elaborates so originell nicht ist und von jedem x-beliebigen spießermacker hundertprozentig geteilt wird.“

    Klar… der Durchschnittsspießer fordert ja auch mit Marx, den Communismus. Hört sich logisch an.

    Lies den letzten Absatz „radette“ und schwätz nicht einfach irgendwas nach, das du hier in der Kommentarspalte gelesen hast!

  54. 54 raclette 31. Oktober 2008 um 18:42 Uhr

    klar, das mit dem kommunismus wird der spießermacker wohl eher als nicht ernst zu nehmende spinnerei belächeln, dir aber ansonsten 100% zustimmen. die frauen sollen sich nämlich mal nicht so haben, wenn man(n) sie bloß mal zum ficken auffordert (bzw. „sich, auch nur in den zaghaftesten Regungen, nach Beischlaf bei einem Menschen aus genannten Kreisen bemüht“) und überhaupt: die emanzen sind eh frigide und müssen erst mal richtig gevögelt (d.h. „durch fortschrittliche Elemente aus der Unterschicht bereichert“) werden. schon klar. mit marx oder adorno hat das problem, das du mit queers und selbstbewussten, das (und DEIN) mackertum ggf. auch praktisch kritisierenden frauen hast, übrigens überhaupt nix zu tun. die betreffenden passagen sind bloß eine aufgeblasene und zudem von tiefer unkenntnis geprägte rationalisierung deiner tiefsitzenden ressentiments.

  55. 55 MPunkt 31. Oktober 2008 um 18:47 Uhr

    @ Admin: außer bei einigen wenigen Teilnehmern des Workshops weiß ich nicht, ob das Studis waren und die Mehrheit der Linken bilden die in LE zumindest ganz sicher nicht, die findet sich in Verteidigung der Demokratie und im Bekenntnis zu Israel zusammen. Was für eine Kritik von deren Kritik und Praxis aber auch unerheblich ist. Die behaupten erst glatt, dass Frauen, die eine Benachteiligung von Frauen im Kapitalismus überhaupt benennen, selbst (mit) Schuld an dieser wären, weil sie damit ja die Kategorie Geschlecht reproduzieren würden. Als würde die Indienstnahme für die Produktion des nationalen Nachwuchses und die Benachteiligung am kapitalistischen Arbeitsmarkt, weil die ja schwanger werden und den Erziehungsurlaub in Anspruch nehmen könnten, daher kommen, dass das von den Betroffenen festgestellt wird.

    Und selbst das wird von deren eigenen Leuten noch als theoretisches Gelaber gedisst, dem jetzt endlich mal die Praxis zu folgen hätte: schlecht verkleidet durch die Stadt zu ziehen. Dass das nix an den realen Verhältnissen ändert, wissen doch selbst die. Was ist das also bitte sonst, wenn nicht Selbstdarstellung pur, als Leute, die sich trauen und die auf dem neuesten linksakademischen Stand sind?

    Und die zu kritisieren, schließt doch nicht aus, Deppen, wie den von Dir angeführten, ebenfalls zu kritisieren. „Kumpel“ macht sich halt an gemeinsamen Interessen und Sympathie fest, da sind die Geschlechtsmerkmale schlicht ein sachfremdes Kriterium. Und diesen eigenen Fehler dann an denen auszulassen, die man sich als Kumpel vorstellen könnte, wenn sie bloß andere Geschlechtsteile hätten, ist dann endgültig gaga.

  56. 56 Administrator 31. Oktober 2008 um 22:03 Uhr

    @ neocomms, grundsätzlich: Ich habe lediglich in einer dem von euch vorgelegten Duktus orientierten Schreibe erleutert, warum ich das Flugblatt scheisse finde und gefragt was das soll. Ich habe dabei auch keine konkrete Person hinter dem Flugblatt vermutet. Die Anrede des ‚Du’ habe ich deswegen gewählt, weil allein schon von den Tippfehlern her einfach mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen ist, dass dieser Text vor seiner Veröffentlichung nicht durch verschiedene Hände gewandert ist. Es geht mir nicht um ein ‚Szenetotmachen’ oder gar kollektivem aus-dem-Rudel-beißen und ich wüsste auch garnicht wie ich das bewerkstelligen sollte. Wenn eine Diskreditierung stattfindet, dann habt ihr die schon selbst zu verantworten. Mir ging es um Kritik mit der Hoffnung, dass sie ankommt.

  57. 57 GWdK 01. November 2008 um 2:30 Uhr

    „Mir ging es um Kritik mit der Hoffnung, dass sie ankommt.“

    Und das ist dir in perfekt arbeitsteiliger Kooperation mit den Freundinnen und Freunden der hirnlosen Gemeinschaft und regressiven Pack wie „lahmacun aka laura“ als Avantgarde in doitscher Denunziantenmanier auch wirklich gelungen.

  58. 58 bigmouth 01. November 2008 um 12:37 Uhr

    frankfurt ist wohl wirklich ein trottelnest

  59. 59 GWdK 01. November 2008 um 13:33 Uhr

    stimmt. bleibt nur die frage, aus welchem sumpf du dein gequake ablässt.

  60. 60 lahmacun 01. November 2008 um 13:59 Uhr

    regressiv? ahja, stimmt – für die negative aufhebung!

  61. 61 jakob 02. November 2008 um 0:32 Uhr

    So langsam, ich gestehe, fühle ich mit den neocommunistinnen mit: Ich kenn das ja, dieses Gefühl, jetzt endlich den Ansatz zu haben, der einem jedes subjektiv verspürte Unbehagen in den großen und ganzen Kontext zurecktrückt und verspricht, den eigenen Handlungsreflex mit griffigen Stichworten zu untermauern (in unserer westdeutschen Kleinstadt hieß der damals noch „revolutionärer Antifaschismus“). Die Begeisterung ist ja durchaus echt, wenn man merkt, wie schön man doch alles, was einen irgendwie diffus schon immer gestört hat, ganz toll erklären und verdammen kann, wenn man nur ein paar basale Diskursfinten beherrscht. Und wer von Ich-Schwäche und Rackets faselt, kommt damit sicher sogar noch weiter als ich seinerzeit, der ich nur den Kapitalismus („muss weg!“) im Programm hatte.

    Doch all das bleibt, was es schon immer war: billiges, mitläuferisches, aufmerksamkeitsheischendes und horizontal benachteiligtes (soll heißen: plattes) Parteisoldatentum. Die Artikulation eines Unbehagens dient bei den neocommunistas nämlich offenbar nicht dem Zweck, aus der Reflektion des eigenen Leids an der Welt heraus Widersprüche aufzudecken, das Elend des eigenen Begehrens zu untersuchen – sondern einzig und allein dazu, triumphal festzustellen, dass man gefühlsmäßig schon immer richtig lag, dass einem dieses ganze Gecrossdresse ja von anfang an suspekt war, und dass man jetzt auch sagen kann warum und sich damit als seit jeher Adornit im Herzen beweisen kann.
    Dumm und peinlich ist das vor allen Dingen, weil es sich als Artikulation einer unbequemen Wahrheit gebärdet, wo es doch das Gegenteil ist – die Artikulation von etwas, was man der Bequemlichkeit halber glaubt, um die eigene intuitive Haltung nicht überprüfen zu müssen. Man biegt sich die Theorie halt so, dass sie zum eigenen, diffusen Ressentiment passt, schreibt Kommunismus mit C drunter und kann sich in Herz und Verstand gleich sicher auf Seiten des Fortschritts wähnen.

  62. 62 neocommunistinnen 02. November 2008 um 5:20 Uhr

    Schöne Reflektion Jakob.
    Trifft mich persönlich jedoch nur als Streifschuss.
    Hab mich nämlich schon immer subjektiv im Recht gefühlt, musste aber über die Jahre schmerzhaft lernen, das diese Gefühl und die Zweckrationalisierung des selbigen, nicht ausreicht.
    War Gefühlsanarchist und Punker, jahrelang Parteisoldat und DDR-Nostalgiker, Szeneautonomer und von Queer überzeugt. In allen Fällen mußte ich mich, durch Lektüre und praktische Ehrfahrung, von dem jeweiligen Gegenteil überzeugen lassen. War oft schmerzhaft und unspässig, der ständige Abnabelungsprozess von der eigenen Praxis, hab aber dazugelernt und die entsprechenden Konsequenzen gezogen. Ich fahr mir keinen Film mehr, auf diese oder jene Praxisvariante und halte das was in meinem Kopf zwangsläufig an Gedanken herumrumpelt, auch nicht für den Inbegriff des Fortschritts, das wäre nur albern. Lasse mich auch gerne belehren, bzw. ich akzeptiere auch die Reflektion anderer, insofern sie stichhaltig argumentiert ist und mich an den Rand meiner abgespeicherten Theorie bringt (was übrigens erfreulicherweise oft vorkommt, sodaß es nicht langweilig wird und ich mich ständig weiterentwickeln kann). Die Welt ist doch zu kompliziert , als das ein Mensch alleine, die Verhältnisse intelektuell durchdringen könnte, mensch ist bei diesem Versuch, auf Genossinnen angewiesen.

    Hast ne gute Schreibe, verfass doch mal einen Butler-fundierten Queer-Beitrag für den neocomm-Blog. Ist nämlich kein klassischer Gruppenblog, wo die Fischchen alle in eine Richtung schwimmen. Minimale Abstimmung reicht aus und schon die Diskussion über einen gemeinsam verfassten Text, bringt unendlich weiter.
    Bin jetzt auch zu besoffen, um hier fette Texte zu schreiben. Wie gesagt, dein letzter Beitrag trifft, mich und die mit mir assoziierten Genossinnen, nur als Streifschuss und das auch nur weil er allgemein gültige und gängige Denkmuster umschreibt, die aus den Verhältnissen stammen und selbstverständlich auch bei mir vorhanden sind.

  63. 63 GWdK 02. November 2008 um 14:22 Uhr

    ist das hier die zentrale für ehrenamtliche online-seelsorge, oder was? die kommentarspalte sollte endlich abgeschaltet werden, bevor diese diskursive ursuppe den ganzen blogsport-planeten überschwemmt.

  64. 64 Jakob 02. November 2008 um 15:51 Uhr

    @neocommunistinnen:
    Danke für das freundliche Angebot, aber das ist dann doch eine zu kleine Ehre für mich. Außerdem bin ich viel und stänkere lieber schräg von der Seite rein, anstatt in der Kopfzeile zu manifestieren.

    Bei Interesse kann ich aber auf meine frühere, diszipliniertere Auseinandersetzung mit den Problemen der Queer Theory hinweisen (die zugegebenerweise nur mittelbar mit der oben angefeindeten „Praxis“ zu tun hat):

    http://phase2.nadir.org/rechts.php?artikel=426&print=ja

  65. 65 Jakob 02. November 2008 um 15:53 Uhr

    Mönsch, Kacktechnik!
    Hab den falschen Link kopiert. das da oben war der geschätzte Roger Behrens. Das hier unten war ich:

    http://phase2.nadir.org/rechts.php?artikel=427&print=ja

  66. 66 Administrator 02. November 2008 um 15:57 Uhr

    Liebe GWdK. Zwei comments von Euch habe ich bereits gelöscht, weil darin Anspielungen auf die vermeintliche reallife-Identität einer der hier an der Diskussion beteiligten Person enthalten waren. Einen weiteren, weil darin zum Zwecke der Beschimpfung NS-Relativierung betrieben wurde. Ihr könnt hier noch so penetrant rumspammen, die Diskussion werdet Ihr trotzdem nicht sprengen.

  67. 67 neocommunistinnen 03. November 2008 um 11:58 Uhr

    Righty, right…Droogie Jakob…

    Habe mich durch deinen Artikel in der Phase2 gearbeitet und hoffe jetzt dass du dir meine (zwangsläufig) kleine Kommentierung ebenfalls durchliest.
    Zuvorderst etwas zum Gesamteindruck. Leider nicht sehr kreativ das Ganze, da hätte ich nach der Lektüre deiner Kommentare hier im Threat, mehr erwartet. Dein Elaborat riecht stark nach bravem Unireferat im Fach Genderstudies.
    Jedoch der theoretischen Schützengraben, mit dem du liebäugelst, ist schon voll, die wenigen Positionen die du beziehst, sind nichts Neues. Schon der erste Satz der mir ins Auge springt, belegt dies:
    „ Wenn Geschlecht eine diskursive Konstruktion ist, sind dann nicht zumindest theoretisch beliebige Alternativentwürfe denkbar? Handelt es sich nicht um einen historischen Zufall, dass wir ausgerechnet auf die Begriffe »weiblich« und »männlich« als zentrale Identitätskategorien rekurrieren?“
    Was hier als Frage daherkommt, sollte lieber als kritische Spitze gegen die Diskurstheorie gewendet werden. Dass du dieses nicht getan hast, belegt deine Einigkeit und deine Übereinkunft mit Butler und den üblichen, pseudotheoretisch verbrämten, Affekt gegen die „ehrwürdigen alten Herren Marx und Sigmund F.“. Die folgende Behauptung, die du nach einer kleinen „diskursiven“ Abschweifung in Richtung Psychoanalyse aufgestellt hast, weist ebenfalls in diese Richtung:
    „Nebenbei bemerkt Lacan, dass die Weitergabe des väterlichen Ich-Ideals »am reinsten […] vom Vater auf den Sohn… Lacan…übertrifft damit in Sachen Sexismus bei genauerem Hinsehen locker Freud“.
    Nur weil Lacan (in Anlehnung an Freud) die Existenz des Vaters, als konstituierenden Hauptfaktor, in der Entwicklung des männlichen Kindes konstatierte und den Phallus als Knotenpunkt verschiedenster unterbewusster psychischer Komplexitäten benennt, (zb. der allseits zitierte Penisneid) behauptest du Lacan wäre, ebenso wie Freud, zurecht der heterosexistischen Sprache überführt? Ich finde diesen Move ein wenig gewagt. An diesem Punkt, zu meinen ausgerechnet die Sprache kritisieren zu können, verweist in den Bereich der Esoterikerinnen, die einem vermeintlichen Sexisten, nach Entkräftung aller dargebrachten Argumente, „heteristische Sprache“ (was soll das eigentlich sein?) oder das breitbeinige Sitzen vorwerfen! Mit dieser (allzu üblichen) Argumentationsweise, wird nur die dialektische Gedankenanstrengung und die zivilisierte Kompensationsleistung verweigert, alten „Säulenheiligen“ wie Marx und Freud, ob der stichhaltigen Argumente, doch Recht geben zu müssen, wenn sie die Befreiung des polymorphen Triebwesens Mensch, mittels der Psychoanalyse und der KdpÖ anstrebten (jeder getrennt in seinem Bereich). Es ist nachzuvollziehen, das kein Mensch sich so leicht einen „Penisneid“ oder eine eventuelle „Ich-Schwäche“ aufgrund selbigem vorhalten lassen will. Doch ist es nicht vernünftiger mit Marx und Freud die Verhältnisse zu untersuchen, in den ein Penisneid respektive eine Kastrationsangst eine eventuelle Rolle spielen könnten, um sie wegrevolutionieren zu können, statt diese Reflektion mit dem intellektualistisch/universitär aufgemotzten Affekt a la „heteristische Sprache“ zu diskreditieren? Ich meine Schon und halte es da lieber mit Marx. Das, das „ungegenständliche Wesen ein Unwesen ist“ (Marx) und dass die Welt erst durch die Vermittlung der Körperlichkeit sinnlich erfahrbar wird, das leuchtet ein. Wie dagegen „der Körper wird im Diskurs geformt“ zu verstehen ist, wird immer schwurbelig esoterischer und unverständlicher umso tiefer mensch den pseudotheoretisierenden Rattenschwanz der universitär-queeren Textproduktion durchdringt!

    „Und kann diese Kritik auf der Ebene der Sprachtheorie stattfinden, oder wird sie sich am Ende doch in die Gefilde der gesellschaftlichen Produktionsverhältnisse zurückbegeben müssen, in denen es eher möglich ist, die gesellschaftliche Existenzweise von Menschen als historisch gewordene zu theoretisieren?“…wird am Ende deines Textes gefragt. Ich kann nur mit einem JA antworten.

    Soviel meine Meinung nach 3 maligem durchlesen Ich brauch immer n bisschen länger). Mehr inhaltliches kann ich gar nicht schreiben. Dein Text ist schließlich nur eine kurze Abhandlung und findet seinen einzigen wirklichen Nutzen, in der fixen Greifbarmachung alter Frontlinien… laaangweilig!
    An der Lektüre der Quelltexte, führt für den an wirklicher Erkenntnis interessierten Menschen, nichts vorbei.
    Wofür hast du den Text eigentlich geschrieben, Jakob?

  68. 68 Jakob 03. November 2008 um 13:59 Uhr

    Dass ich Lacans „Sprache“ kritisiert hätte, ist ein Missverständnis, die Kritik gilt allein dem Inhalt. Zugegeben ist Lacan in seinen Wertungen nicht besonders transparent, die zitierte Stelle legt aber nahe, dass er die „reinste“ Form der Weitergabe des Ich-Ideals vom Vater auf den Sohn hier verherrlicht und nahelegt, dass Töchter niemals im gleichen Sinne zu selbstreflexiven menschlichen Wesen heranwachsen können wie Söhne. Und wegen der dargelegten Hermetik seines Systems scheint auch keine Änderung der fundamentalen Weniger-Menschlichkeit der Frau bei Lacan in Sicht. Wenn das kein sexistischer Inhalt ist, dann weiß ich auch nicht mehr …
    Natürlich gibt es sicher begründete Alternativauslegungen von Lacan. Die sollten sich dann aber auch auf die (wie ich aus eigener Erfahrung weiß) notorisch nervtötende Lektüre des Freud-Revisionisten stützen.
    Von mir aus kommt das universitär daher – für die Uni wurde es nicht geschrieben. Und ja, ich bemühe mich um nicht mehr und nicht weniger als die Greifbarmachung altbekannter Frontlinien. Das schließt den Versuch der Durchdringung des Problems ein – natürlich kann ich auch vorweg schreiben, dass wir ja alle wissen, dass Freud zu den Guten gehört und Butler zu den Bösen und dass man die Frage, ob man materialistisch sein muss, mit einem kapitalisierten JA beantworten muss. Gewonnen ist damit nichts außer szeneinterner Selbstbestätigung. Ich will wissen, warum genau die Sprachauflösung des Subjekts im Endeffekt in Herrschaftskonformität aufgeht, und als Antwort reicht mir nicht, dass Adorno das impliziert oder Justus Wertmüller das sagt. Dazu habe ich den Text auch geschrieben, um die aufgeworfenen Fragen einmal selbst systematisch zu durchdenken. Klar, ich hätte mich natürlich auch für ein „Lager“ entscheiden können und das andere dann kompromisslos und – je nachdem – mittels mehr oder weniger peppiger Homophobie oder dumpfem Antiintellektualismus abwatschen können. Damit hätte ich mir und meinen LeserInnen dann vielleicht ein bisschen Selbstvergewisserung verschafft.
    Entschuldigung also, wenn mein Text keine neuen „Ergebnisse“ zutage fördert, die man im Parteibuch notieren kann. Ich halte einfach wenig von der derzeitigen Tendenz in der antideutschen Linken, die Textproduktion einer instrumentellen Vernunft zu unterwerfen, die nur interessiert, „was hinten dabei herauskommt“.

    Ich persönlich finde nichts langweiliger als die Phrasen derjenigen, die schon wissen, was richtig ist, bevor sie auch nur einen Gedanken halb zuende gedacht haben. Das ist vielleicht eine Frage des Geschmacks. Oder des Erkenntnisinteresses – vorausgesetzt, man hat das eine oder das andere.

  69. 69 lyzi 03. November 2008 um 21:58 Uhr

    sehnsucht nach dem gulag.

  70. 70 Nichtidentisches 05. November 2008 um 17:47 Uhr

    „Niemand hat je behauptet, dass crossdressing o.ä. revolutionär sei.“

    Das zumindest ist nicht ganz wahr. Die Gender-Blur-Parties sind expliziter Ausdruck eines verklemmten Befreiungsdrangs, der wiederum Verkleidung und Transvestismus zum Zwang erhebt.
    Bei Butler findet sich das dazu grundlegende Konzept der Travestie, die Subersivität verbreite.
    Anfang 2001 atmete die mir bekannte Szene durchaus ein Klima, das Revolution durch Verkleidung versprach: Das schwankte zwischen Gender Blur, Schwarzer Block und Pink Blog und geht heute in die Clown Army über.

  71. 71 martin 19. Dezember 2008 um 1:49 Uhr

    hi

    wieso ist der letzte kommentar 6 wochen alt?

    war grad so lustig?

    fragt
    martin

  72. 72 martin 19. Dezember 2008 um 1:51 Uhr

    hallo

    wieso ist der letzte blog-eintrag 6 wochen alt?

    war grad so lustig?

    liebe gruesse
    martin

  73. 73 Biermeister 17. Dezember 2009 um 15:40 Uhr

    Ist ja hoch her gegangen hier. Schade das die Diskussion zu Ende ist.

    Gibt es vielleicht im Web die ursprüngliche Fassung des Textes irgendwo einzusehen? Offensichtlich bezieht sich die Kritik hier auf die erste Version und die neocomjmunistas waren nicht so redlich die alte Fassung stehen zu lassen nachdem sie die 2.0 veröffentlicht haben.

    Bei dem 2.0 text ist der Sexismus natürlich nicht mehr rauszulesen.

    Kann hier jemand weiterhelfen?

    Danke im Voraus!

  74. 74 Administrator 17. Dezember 2009 um 22:32 Uhr

    ich hab den text nicht kopiert, sry. vielleicht mal die neocoms fragen ;)

  1. 1 Zu viel Aufmerksamkeit « Jakobs Blog Pingback am 03. November 2008 um 14:07 Uhr
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