Archiv für April 2009

Abschied nehmen

Die Fiktion ist bereits vorhanden. Aufgabe des Schriftstellers ist es, die Realität zu erfinden. […] Versorgt uns die moderne Technologie mit Mitteln und Möglichkeiten, unsere Psychopathologien auszuleben, von denen wir bisher nicht zu träumen wagten? Liegt in dieser Nutzbarmachung unserer brachliegenden Perversion ein Nutzen für uns? Liegt ihr eine trotzige Logik zugrunde, die mächtiger als jede Vernunft ist?

Zum letzten Mal blickte er zu der von den Verkehrsströmen umspülten Insel zurück. Schon begann sich das hüfthohe Gras, durchzogen von der gewundenen Fährte, die seine ungewissen Bewegungen um den Wagen markierte, wieder um den silbergrauen Jaguar zu schließen. Ein dünnes gelbes Licht lag über der Insel, ein unangenehmer Dunst, der aus dem Gras aufzusteigen und schwärend über dem Grund zu hängen schien, wie über einer Wunde, die niemals heilen konnte.

James Graham Ballard – was für ein beschissener, schmerzhafter Verlust! Zurückgelassen wurde ein schriftstellerisches Werk, dass mich für immer an das der Science Fiction innewohnende Potential von intellektuellem Lustgewinn durch Schärfung des Möglichkeitssinnes, von Kritik und Utopie, erinnern wird.